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Liebigsches Minimumgesetz (Minimumgesetz)

Das Liebigsche Minimumgesetz beschreibt einen der wichtigsten Grundsätze des Pflanzenwachstums.
Es besagt, dass immer der Nährstoff, der im geringsten Maße vorhanden ist, das gesamte Wachstum begrenzt – unabhängig davon, wie reichlich alle anderen Nährstoffe verfügbar sind.
Dieses Gesetz wurde vom deutschen Chemiker Justus von Liebig formuliert und gilt bis heute als zentrale Grundlage der Pflanzenernährung.

In der Aquaristik bedeutet das:
Fehlt ein essenzieller Nährstoff wie Nitrat, Phosphat, Kalium oder ein Spurenelement wie Eisen, so können Pflanzen nicht weiterwachsen – selbst wenn Licht, CO₂ und andere Nährstoffe im Überfluss vorhanden sind.
Typische Beispiele sind Eisenmangel trotz ausreichender Makronährstoffe oder Stickstoffmangel trotz intensiver CO₂-Düngung.

Das Minimumgesetz erklärt, warum eine ausgewogene Düngestrategie entscheidend ist:
Nur wenn alle Makro- und Mikronährstoffe gleichzeitig in ausreichender Menge verfügbar sind, können Pflanzen ihr volles Wachstumspotenzial entfalten.
Es verdeutlicht auch, warum Algen entstehen, wenn Pflanzen durch Nährstoffmängel geschwächt sind.

Für stabile Aquarien ist daher regelmäßiges Testen und das Anpassen aller Nährstoffe notwendig, damit kein Element zum limitierenden Faktor wird.
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Hinweis: Dieser Lexikonartikel wird derzeit erweitert und regelmäßig überarbeitet.
Schauen Sie bald wieder vorbei – Aquaristiktom ergänzt laufend neue Fachinformationen.
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